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Informationen zum Coronavirus -
Keine Auswirkungen auf Biotest

Der Verband der Plasmaproteinhersteller aus menschlichem Plasma PPTA (Plasma Protein Therapeutics Association) ist der Ansicht, dass das Coronavirus kein Problem für die Sicherheit von Plasmaproteintherapien darstellt.

Das neuartige Coronavirus und Plasmaprotein-Therapien

Aktuelle Berichte in der internationalen Presse haben zuletzt über die Entstehung des neuen Coronavirus in Wuhan, Provinz Hubei in China, informiert. Das neuartige Coronavirus (2019-nCoV) wurde von den chinesischen Behörden erstmals im Dezember 2019 identifiziert und ist seitdem mit einer Lungenentzündung bei über 2.000 Personen in China und mehr als 50 Todesfällen in Verbindung gebracht worden. Darüber hinaus wurde eine wachsende Anzahl von Fällen außerhalb der Provinz Hubei unter anderem auch in den USA und Europa festgestellt.

Deshalb möchten wir gerne über die Auswirkungen auf Biotest informieren:

Der Verband Plasmaproteinhersteller PPTA (Plasma Protein Therapeutics Association e.V.) ist der Ansicht, dass das Coronavirus kein Problem für die Sicherheit von Plasmaproteintherapien darstellt:

Bisher wurden die meisten Fälle in der Provinz Hubei in China entdeckt. In anderen Ländern mit dem Virus diagnostizierte Personen haben die Krankheit durch Reisen in die Stadt Wuhan, Provinz Hubei, erworben. Nach den gegenwärtigen epidemiologischen Erkenntnissen ist es unwahrscheinlich, dass das Virus bis auf wenige Einzelfälle auf die US-amerikanische und die europäische Bevölkerung übertragen wird. Darüber hinaus gibt es Spender-Screening-Verfahren, um zu verhindern, dass Personen, die für eine Coronavirus-Infektion typische Krankheitssymptome (erhöhte Temperatur / Fieber, Husten, Atembeschwerden) aufweisen, Plasma spenden.

Das Coronavirus ist darüber hinaus ein großes Virus (ca. 120 nm Durchmesser). Die relative Größe und die Lipidhülle machen es sehr anfällig für Verfahrensschritte zur Virusinaktivierung und Virusabreicherung, die während der Herstellungsprozesse verwendet werden, wie die S / D –Behandlung (Solvent/Detergent-Behandlung), Inkubation bei niedrigem pH-Wert, Behandlung mit Oktansäure, Pasteurisierung oder trockene Erhitzung, Nanofiltration, Fraktionierungsprozesse und andere. Die Wirksamkeit dieser Prozesse wurde an anderen Lipid-umhüllten Modellviren demonstriert, die dem Coronavirus ähnlich sind, z.B. menschliches Coronavirus 229E und OC43, SARS-CoV und Schweine-Coronavirus TGEV.

Aufgrund dieser Daten ist die PPTA davon überzeugt, dass die bestehenden Herstellungsmethoden erhebliche Sicherheitsreserven gegenüber dem Coronavirus bieten.

Öffentliche Gesundheitsbehörden in den USA (CDC) und in Europa (ECDC) sowie die WHO und die chinesischen Behörden überwachen die Situation kontinuierlich und haben proaktive Maßnahmen zur Überwachung der Infektion mit dem Coronavirus in Europa und in den USA ergriffen. Es besteht eine Reisewarnung für die Stadt Wuhan in der Provinz Hubei in China und es wurden Gesundheitstests für das Coronavirus an wichtigen internationalen Flughäfen für Passagiere aus der Stadt Wuhan eingerichtet.

Basierend auf strengen Screening-Verfahren für Plasmaspender und den etablierten Prozessen der Virusinaktivierung und -entfernung bei der Herstellung von aus Plasma gewonnenen Produkten gelangt die PPTA zu dem Schluss, dass das Coronavirus keinen Einfluss auf die Sicherheit der von PPTA-Mitgliedsunternehmen hergestellten Plasmaproteintherapien hat.

Hintergrundinformationen zum Coronavirus:

Das 2019 neuartige Coronavirus (2019-nCoV) gehört zur Familie der Coronaviridae, von denen bekannt ist, dass sie Tiere und Menschen infizieren und Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts verursachen. Es ist bekannt, dass sieben verschiedene Coronaviren den Menschen infizieren und leichte bis mittelschwere Erkrankungen verursachen. In seltenen Fällen können sich tierische Coronaviren entwickeln und den Menschen infizieren. Dies wurde in der Vergangenheit bei dem schweren akuten respiratorischen Syndrom (SARS) und dem nahöstlichen respiratorischen Syndrom (MERS) beobachtet, von denen bekannt ist, dass sie schwere Krankheiten verursachen. Es gibt keine veröffentlichten Daten, die die Übertragung von Atmungs-Coronaviren durch Bluttransfusionen dokumentieren.

Es scheint, dass das 2019-nCoV durch Mensch-Mensch-Kontakt über Atemtröpfchen verbreitet werden kann. Weitere Untersuchungen sind jedoch erforderlich, um die Übertragungsart, den klinischen Krankheitsverlauf und die Epidemiologie vollständig zu verstehen und festzustellen, ob in bestimmten Bevölkerungsgruppen ein höheres Krankheitsrisiko besteht.


Link PPTA: https://www.pptaglobal.org/media-and-information/ppta-statements/1055-2019-novel-coronavirus-2019-ncov-and-plasma-protein-therapies